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Presseartikel
zum gelungenen Wilhelm-Busch-Abend unter dem Motto
"Weil
ich Spaß versteh´..." im Innenhof
der Fam. Buchta in Hof!
Frankenpost
vom 07.07.2007:
"IM BAHNHOFSVIERTEL -
Happy, happy, happy im Hinterhof
Erstes Dreifach-Konzert bietet gelungene Mischung aus
Nonsens, irischen Traditionals und Folk-Rock
Drei ganz unterschiedliche Hinterhöfe, drei ebenso
unterschiedliche Interpreten – das boten die Innenhofkonzerte am Donnerstag im
Bahnhofsviertel. Das Publikum war einhellig begeistert.

Werner Michael und Albert Rambacher als Wilhelm-Busch-Interpretatoren
in der
Sophienstraße - FOTOS: ERNST SAMMER
HOF – Bunte Fußstapfen auf den Gehsteigen weisen den
Weg: Wer am Donnerstagabend von einem Innenhofkonzert zum anderen wandern will,
kann den Weg nicht verfehlen. Von den Veranstaltern – Mitglieder des
Bürgergremiums öffneten ihre Türen – ist dies bei dieser ersten Dreifachpremiere
ausdrücklich erwünscht. Den rund 200 Besuchern bietet sich so nicht nur ein
dreifacher Ohren-, sondern ein ebensolcher Augenschmaus.
Im kleinen Hinterhof der Familie Buchta in der Sophienstraße drängen immer
mehr Gäste durch die Tür. Moritaten von Wilhelm Busch sind hier angesagt, im
Holzschuppen gibt es dazu passend „Witwe Boltes Hühnerschenkel“ oder „Schneider
Böcks Gänsewein“. Natürlich dürfen selbstgebackene Brezen nicht fehlen oder auch
Rotwein und Bier, Buschs empfohlenes „Lebenselexier“.
Gitarrist Albert Rambacher hat Schnellzeichner Werner Michael als würdigen
Nachfolger von Wilhelm Busch mitgebracht, der mit Max und Moritz der Welt ersten
Comic erfand. Er würde heute aber, so meinen die beiden, in Hof genug Stoff für
seine Moritaten finden. Und so nehmen sie – der eine mit Gedichtla, der andere
mit Liedla – das Lokalkolorit gehörig aufs Korn: der Hofer Flugplatz – „eine
Posse in sieben Akten“ – ist natürlich ein dankbares Thema, aber auch
Bauamtsskandal, Fernwehpark, der neue OB, CSU oder SPD. Nach so viel
„Hofberichterstattung“ kann „Wilhelm Werner Busch“ nur den Schluss ziehen: „In
Hof könntst über manche Sachen bloß greina und gleichzeitig lachen.“ Trotzdem
oder gerade deshalb stimmen auch die Zuhörer aus vollem Herzen in die
Liebeshymne mit ein: „Wir sind happy, happy, happy, hier in Hof...“
Happy sind die Zuhörer auch im nächsten Hinterhof, dem der Familie Stark in
der Landwehrstraße. Dem Nieselregen, dem die Zuschauer bei Buchtas noch gut
beschirmt getrotzt haben, ist man hier in die ehemalige Schlosserwerkstatt
ausgewichen.
Das mit alten Werkzeugen und viel Holz liebevoll ausgestaltete Ambiente
bietet den passenden Rahmen für eine Gruppe, die sich extra für das
Innenhof-Konzert zusammen gefunden hat. Die Irish Folk Fiedler – Anne Oertel,
Anne Persitzky, Julia Lauterbach, Friederike Oertel-Benchouchou und Hausherr
Hans Heinrich Stark – fiedeln, pardon, spielen nicht nur Violine. Anne Oertel
beeindruckt die Zuhörer in der vollbesetzten Werkstatt auch mit ihrer reinen
Stimme und den kleinen Geschichten, die sie zu den Songs aus dem 17. Jahrhundert
bis zu klassischen Traditionals erzählt. Es gibt standing ovations für die junge
Crew. Draußen kann man sich mit Kräuterquark auf Bauernbrot und Rotwein laben,
nach Busch für „alte Knaben eine der besten Gaben“.
Die gibt es auch beim dritten Konzert bei der Familie Beuerle in der
Roonstraße, dazu „Wärscht“ aus dem Kessel von Markus Traub. Und wieder öffnet
sich dem Besucher der Blick auf ein ganz anderes Ambiente. Ein weitläufiger
alter Garten findet sich hinter dem Haus, mit zwei konträren Schwerpunkten:
einer Bonsai-Sammlung und einem Rosengarten. Auf der Wiese hat Derek Hardie sein
Mikro aufgebaut, der die Zuhörer mit Songs von Bob Dylan, C.C. Cale oder Elvis
begeistert. Da hier auch genügend Platz ist, können einige Paare sogar einen
flotten Rock‘n‘Roll auf der Wiese hinlegen. Mit „Stand by me“ verabschiedet
Hardie sein Publikum, das nicht nur bei ihm wohl gerne noch geblieben wäre.
Bericht:
B.F.
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